Unsere Kastrationsaktionen beschränken sich nicht nur auf
Kusadasi, sondern auch auf die umliegenden Gemeinden. So unterstützen
wir seit 2010 Tierschützer des Tierheims in der 10.000-Einwohner-Stadt Özdere, etwa 30 Autominuten von Kusadasi entfernt. Die TierInsel leistet Hilfe, indem sie vor Ort Kastrationsaktionen durchführt. Wir sind weiterhin in den Orten Davutlar, Güzelcamli und Mordogan aktiv. Im Tierschutz ist es unglaublich wichtig, dass man Netzwerke schafft und sich gegenseitig unterstützt, um gemeinsam etwas zu erreichen. Juni 2010: Riccardo vom Tierheim in Özdere hat uns folgende Mail geschrieben, die wir den Spendern und Unterstützern nicht vorenthalten wollen. Auch in Özdere gibt es noch viel zu tun - helfen Sie bitte uns dabei! Liebe Mitglieder, Spender und Unterstützer der Tierinsel/Umut Evi, wir sind nun seit ziemlich genau einem Jahr in Özdere tätig und möchten das zum Anlass nehmen, der Tierinsel für ihre bis heute geleistete Hilfe zu danken. Im März 2009 begannen wir, uns um das seit Ende 2008 aufgrund einer Eingemeindung Özderes nach Menderes sich selbst überlassene Tierheim zu kümmern. Die sieben angestellten Arbeiter waren entlassen worden und der Amts-Veterinär wurde nach Menderes versetzt. Die Tiere waren in einem erbärmlichen Zustand. Ausgehungert, verdreckt und kaum ein Hund ohne Räude. Völlig neu in der Materie - und im Nachhinein auch ziemlich blauäugig - fingen wir zu zweit an, eine Struktur aufzubauen und Futter und Medikamente zu organisieren. Da kein einziges Tier kastriert war und es keinerlei Separationen gab, war abzusehen, dass sich die Zahl der Hunde sehr bald deutliche vergrößern wird. Verzweifelt googelte ich im Internet und fand die im nahen Kusadasi arbeitende Tierinsel. Ich nahm Kontakt auf und einige Zeit später meldete sich Angelika aus Kusadasi und organisierte eine große Kastrationsaktion im Tierheim. Auch mit Futter- und Sachspenden aus Deutschland wurde unsere Arbeit regelmäßig unterstützt. Bis heute fanden immer wieder Kastrationsaktionen bei uns statt, die das Elend der Straßentiere in Zukunft nachhaltig mildern wird. Nach dem Vorbild der Tierinsel haben wir auch in Özdere und Umgebung Futterstationen eingerichtet, um die kastrierten und wieder freigelassenen Hunde zu versorgen. Wir haben inzwischen auch einen örtlichen Tierschutzverein gegründet, um ganz offiziell Spenden sammeln und gegenüber den Behörden effektiv auftreten zu können. Leider bekommen wir trotz vieler Bitten und Eingaben keinerlei finanzielle Unterstützung für unsere Arbeit im Tierheim und auf der Straße. Der Bürgermeister von Menderes, ein bekennender Tierhasser, weigert sich nach wie vor vehement, dem Tierheim auch nur einen Kurus Unterstützung zukommen zu lassen, obwohl es ein reines Belediye-Tierheim ist und seiner Verantwortung unterliegt. Die Gemeinde ist nun bemüht, alle Hunde aus dem Tierheim zu entfernen und weit außerhalb auszusetzen. Da fast alle Hunde im Tierheim groß geworden sind und daher keinerlei Straßenerfahrung haben, ist deren Schicksal abzusehen. Wir versuchen nun mit allen Mitteln, dies zu verhindern. Neben diesen zermürbenden Schwierigkeiten gibt es aber auch immer wieder viel Positives. Dank der Tierinsel geht es den Hunden hier heute wesentlich besser und sie können in eine weniger finstere Zukunft blicken. Dafür ganz herzlichen Dank an die Tierinsel für die unkomplizierte und wirklich effektive Hilfe! Anbei einige Fotos, die die großartige Arbeit und Hilfe der Tierinsel auch in schwierigen Fällen dokumentieren. Liebe Grüße aus Özdere Özden Omay, Riccardo Bresemann |



